
Freigericht. Die Verkehrswende ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen – doch die Infrastruktur für Elektrofahrzeuge in Freigericht hinkt hinterher. Angesichts der rasant steigenden Zulassungszahlen von Elektrofahrzeugen fordert der Ortsverband der Grünen Freigericht ein schnelles und sozialgerechtes Handeln der Gemeinde beim Ausbau der Ladeinfrastruktur.
„Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Bereits 33,2 % (Stand Januar 2026) und damit ein Drittel der neu zugelassenen Fahrzeuge sind auf eine Lademöglichkeit angewiesen. Innerhalb von einem Jahr stieg dieser Anteil um 22,5 %. Der Verbrennungsmotor wird zunehmend verdrängt – auch hier bei uns im ländlichen Raum“, erklärt Janina Wegmann (Listenplatz 9) von den Grünen Freigericht. Dieser erfreuliche Trend zu klimafreundlicher Mobilität stößt in der Gemeinde Freigericht jedoch auf ein massives Hindernis: Es gibt zu wenige, oft zu langsame und ungünstig gelegene Lademöglichkeiten.
Soziale Gerechtigkeit im Fokus: Laden darf kein Privileg für Hausbesitzer sein
Besonders kritisch sehen die Grünen die Situation für Bürgerinnen und Bürger ohne eigenes Haus. „Wer keine eigene Wallbox installieren kann – etwa Mieter oder Eigentümer von Wohnungen – hat es in Freigericht schwer“, heißt es aus dem Ortsverband. Die Verkehrswende dürfe jedoch keine Frage des Wohnverhältnisses sein. Um allen Menschen den Umstieg auf E-Mobilität zu ermöglichen, brauche es eine verlässliche öffentliche Ladeinfrastruktur.
Forderung: Schnelllader dort, wo das Leben stattfindet
Die Grünen fordern daher ein Umdenken bei der Standortplanung. Ladesäulen müssen dort entstehen, wo die Menschen ihren Alltag verbringen. Konkret nennt die Partei Standorte wie Supermärkte, Schulen, das Hallenbad, Sportfelder und Kitas. Zudem müsse die Qualität der Säulen verbessert werden: „Wir brauchen nicht nur mehr, sondern vor allem schnellere Ladepunkte. Sogenannte Schnelllader (HPC) sind essenziell, um die Alltagstauglichkeit zu garantieren.“
Erste Erfolge zeichnen sich hier schon ab: „Wir freuen uns sehr, dass Bürgermeister Waldemar Gogel diese Forderung der Grünen bereits aktiv aufgenommen hat“, so die Grünen. Ein regionaler Anbieter hat bereits sein Interesse bekundet, moderne DC-Schnellladestationen an zunächst zwei Standorten in Freigericht zu installieren. Aktuell wird die notwendige Prüfung der Netzanschlüsse durch die Kreiswerke durchgeführt.
Faire Preise und lokaler Stromkreislauf
Ein weiterer zentraler Punkt ist die Preisgestaltung. Die aktuelle Situation, in der Haushaltsstrom rund 30 ct/kWh kostet, während an Schnellladesäulen oft bis zu 80 ct/kWh fällig werden, sei inakzeptabel und bremse die Akzeptanz. „Wir wollen an der Preisschraube drehen. Der Strom am Schnelllader muss günstiger werden, damit Mobilität bezahlbar bleibt“, fordern die Grünen.
Die Lösung sehen die Grünen in einer intelligenten Verknüpfung mit der lokalen Energiewende: Wenn Fahrzeuge direkt mit vor Ort erzeugtem Strom aus Erneuerbaren Energien geladen werden, entsteht ein nachhaltiger Kreislauf. „Der geplante und von uns unterstützte Ausbau von Wind- und Solarenergie – etwa durch Projekte wie den Windpark ‚Sülzert‘ – bietet hier große Chancen für Freigericht. Vier Windräder könnten laut vorliegenden Berechnungen bereits rund 69 Prozent des Energiebedarfs für Heizung, Haushaltsstrom und Elektromobilität decken. Das passt auch zu unserem kommunalen Ziel, Freigericht bis 2045 klimaneutral aufzustellen“, erläutert Holger Marquardt (Listenplatz 4).
Die Verkehrswende ist keine abstrakte Zukunftsvision mehr – sie findet hier und jetzt statt. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, Freigericht so aufzustellen, dass alle Bürgerinnen und Bürger von sauberer, bezahlbarer und regional erzeugter Energie profitieren können. So sichern wir nicht nur saubere Mobilität, sondern auch faire gerechte Preise für alle Freigerichterinnen und Freigerichter.
Die GRÜNEN Freigericht setzen sich ein für eine nachhaltige Klima- und Umweltpolitik, den Schutz der Biodiversität und soziale Gerechtigkeit. Für ein lebens- und liebenswertes Freigericht engagieren wir uns für mehr Leben vor Ort, mehr Kitaplätze, mehr erneuerbare Energien, mehr Wohnraum und eine nachhaltige Mobilität.
GEMEINSAM GEHT’S.
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