Mit einem Aktionsprogramm für natürlichen Hitzeschutz und Trinkwasservorsorge wollen die Freigerichter Grünen die Gemeinde besser auf Hitze und Dürre vorbereiten. Der Antrag verbindet konkrete Klimaanpassung mit einer sparsamen Haushaltsführung und der gezielten Nutzung von Fördermitteln.
“Hitze, Trockenheit und sinkende Grundwasserstände betreffen auch Freigericht. Wir wollen jetzt vorsorgen und dabei auf natürliche und wirtschaftliche Lösungen setzen”, erklärt Achim Kreis, Fraktionsvorsitzender der Grünen.
Spielplätze, Bushaltestellen und öffentliche Plätze sollen vorrangig durch hitzeresistente Klimabäume verschattet werden. Wasserspeichernde Baumgruben nach dem Schwammstadt-Prinzip helfen dabei, Regenwasser vor Ort zu halten. Bei Bänken und Spielgeräten sollen helle Materialien Verbrennungsgefahren durch aufgeheizte Oberflächen vermeiden.
Öffentliche Trinkbrunnen sollen möglichst direkt an bestehende Leitungen kommunaler Gebäude angeschlossen werden. So können teure Straßenaufbrüche und Tiefbauarbeiten vermieden werden. Außerdem soll die Gemeinde prüfen, in welchen öffentlichen Gebäuden Regenwasser künftig für Toilettenspülungen genutzt werden kann. Unter dem Titel “Freigericht entsiegelt” schlagen die Grünen ein Anreizprogramm für den Rückbau versiegelter Flächen und Schottergärten vor. Auch öffentliche Parkplätze und Gemeindeflächen sollen schrittweise wasserdurchlässiger gestaltet werden.
“Regenwasser darf nicht möglichst schnell aus unseren Ortsteilen und der Landschaft abgeleitet werden. Wir müssen es vor Ort zurückhalten, damit es versickern und Böden, Bäume und Grundwasser stärken kann”, erläutert Janina Wegmann, Mitglied der Grünen Fraktion.
Im Gemeindewald sollen Fachleute gemeinsam mit Hessen Forst und Naturschutzverbänden ein Konzept entwickeln, um Regenwasser länger in der Landschaft zu halten. Vorgesehen sind unter anderem Tümpel und Feuchtbiotope. Für geeignete Flächen soll gemeinsam mit den örtlichen Betrieben ein freiwilliges Pilotmodell erarbeitet werden. Eine Sondersitzung des zuständigen Ausschusses mit Fachleuten aus erfolgreichen hessischen Projekten soll die weiteren Schritte vorbereiten.
Eine digitale Wasser-Ampel auf der Internetseite der Gemeinde soll künftig leicht verständlich über die Situation der örtlichen Trinkwasservorkommen informieren und bei Bedarf zum freiwilligen Wassersparen aufrufen. Die Maßnahmen sollen über die Klimaschutz- und Klimaanpassungsförderung des Landes sowie über Naturschutzprogramme finanziert werden. Als Klima-Kommune kann Freigericht für geeignete Projekte eine Förderung von bis zu 90 Prozent erhalten.
“Mit guter Planung können wir Freigericht klimafester machen, Trinkwasser schützen und gleichzeitig den Gemeindehaushalt schonen”, fasst Janina Wegmann zusammen.
Grüne Politik für Freigericht
Die GRÜNEN Freigericht setzen sich ein für eine nachhaltige Klima- und Umweltpolitik, den Schutz der Biodiversität und soziale Gerechtigkeit. Für ein lebens- und liebenswertes Freigericht engagieren wir uns für mehr Leben vor Ort, mehr Kitaplätze, mehr erneuerbare Energien, mehr Wohnraum und eine nachhaltige Mobilität.
GEMEINSAM GEHT’S.